Kinderentwicklung verstehen

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Gesundheitswissen & Neues aus der Praxis

10. Oktober 2026

Regulationsstörungen bei Säuglingen – welche Rolle spielt das Nervensystem?

Zur Ruhe zu finden ist ein Entwicklungsprozess. In den ersten Lebensmonaten brauchen Säuglinge dabei Unterstützung – das ist kein Verwöhnen. Die Selbstregulation entwickelt sich noch: Schlaf und Wachheit, Erregung und Beruhigung müssen sich aufeinander abstimmen. Nähe und feinfühliges Reagieren helfen dabei. Diese Unterstützung wird als Co-Regulation bezeichnet. Der Vagusnerv ist an der Regulation von Herzaktivität und Verdauung beteiligt. Häufiges Schreien oder Trinkprobleme belegen jedoch keine gestörte Vagusfunktion. Entscheidend sind der Entwicklungsstand, mögliche körperliche Ursachen und die Belastung der Familie. Anhaltende Trinkprobleme, unzureichende Gewichtszunahme oder auffälliges Schreien sollten kinderärztlich abgeklärt werden. Auch starke elterliche Erschöpfung ist ein Anlass, früh Unterstützung zu […]
20. Juli 2026

Wenn Kinder übermüdet sind: Warum Schlafmangel Verhalten, Emotionen und Impulskontrolle beeinflussen kann

„Er ist heute einfach nur trotzig.“ „Sie weint wegen jeder Kleinigkeit.“ „Er hört plötzlich überhaupt nicht mehr zu.“ Viele Eltern kennen solche Situationen. Besonders am Nachmittag oder Abend scheinen manche Kinder schneller frustriert zu sein, reagieren impulsiv oder lassen sich nur schwer beruhigen. Nicht selten entsteht dabei die Frage, ob es sich um eine Erziehungsfrage, eine Entwicklungsphase oder schlicht um „schlechtes Benehmen“ handelt. Aus heutiger entwicklungsneurowissenschaftlicher Sicht lohnt sich jedoch eine differenzierte Betrachtung. Verhalten entsteht nicht isoliert. Es wird unter anderem durch Schlaf, Gehirnreifung, Stressverarbeitung und die aktuelle Belastung des Nervensystems beeinflusst. Schlaf dient dabei nicht nur der Erholung. Während […]
20. Juli 2026

Warum manche Babys nur auf dem Arm einschlafen – was wir heute über Schlaf und die Entwicklung des Nervensystems wissen

„Sobald ich unser Baby ablege, wacht es wieder auf.“ Kaum ein Satz fällt im ersten Lebensjahr häufiger. Viele Eltern erleben, dass ihr Baby beim Stillen, Tragen oder Schaukeln schnell einschläft, den Schlaf jedoch kaum aufrechterhalten kann, sobald der Körperkontakt endet. Nicht selten entstehen dadurch Unsicherheit und Zweifel. Wird das Kind an das Tragen gewöhnt? Wird es später Schwierigkeiten haben, alleine einzuschlafen? Oder steckt möglicherweise etwas anderes dahinter? Die heutige Entwicklungsneurologie betrachtet dieses Verhalten differenzierter. Schlaf ist bei Säuglingen keine erlernte Gewohnheit im klassischen Sinn. Vielmehr entwickelt sich die Fähigkeit, selbstständig zwischen Wachheit und Schlaf zu wechseln, gemeinsam mit der Reifung […]
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