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Gesundheitswissen & Neues aus der Praxis

10. Oktober 2026

Der Vagusnerv – warum der Körper dem Gehirn so viel zu sagen hat

Das Gehirn steuert den Körper. Doch es hört auch zu: Etwa 80 Prozent der Fasern des Vagusnervs leiten Informationen aus dem Körper in Richtung Gehirn. Diese sogenannten afferenten Fasern melden Zustände innerer Organe – beispielsweise die Dehnung des Magens. Die übrigen Fasern übertragen unter anderem Signale zur Regulation von Herzaktivität und Verdauung. Die Verbindung funktioniert also in beide Richtungen. Für das Verständnis von Stress ist das bedeutsam: Das Gehirn verarbeitet Gedanken, äußere Reize und Informationen aus dem Körper gemeinsam. Selbstregulation ist deshalb ein Zusammenspiel von körperlichen und psychischen Prozessen. Der Vagusnerv ist daran beteiligt, aber kein einzelner „Schalter“ für Entspannung. […]
3. Oktober 2026

Faszien und Rückenschmerzen – mehr als eine Muskelhülle

Faszien wurden lange vor allem als Binde- und Hüllgewebe betrachtet. Heute wissen wir, dass bestimmte Faszien deutlich stärker an der sensorischen Verarbeitung beteiligt sind als früher angenommen. Besonders interessant ist die thorakolumbale Faszie im unteren Rücken. Faszien können Schmerzsignale liefern In faszialem Gewebe befinden sich zahlreiche freie Nervenendigungen, darunter auch Nozizeptoren. Sie können auf potenziell gewebeschädigende mechanische oder chemische Reize reagieren. Experimentelle Untersuchungen zeigen, dass eine Reizung der thorakolumbalen Faszie Schmerzen auslösen kann. Damit ist sie grundsätzlich eine mögliche Quelle von Rückenschmerzen. Die häufig verbreitete Aussage, Faszien hätten generell dreimal mehr Nervenendigungen als Muskeln, lässt sich allerdings nicht pauschal auf […]
18. Januar 2026

PMDS verstehen: Wenn der Zyklus das Nervensystem aus dem Gleichgewicht bringt

Viele Frauen erleben zyklische Veränderungen. Für manche jedoch wird die zweite Zyklushälfte jeden Monat zu einer massiven Belastung – emotional, kognitiv und körperlich. Reizbarkeit, innere Unruhe, depressive Verstimmung, Angst, Schlafstörungen oder das Gefühl, „nicht mehr man selbst zu sein“ treten regelhaft vor der Menstruation auf und verschwinden oft mit Beginn der Blutung. Wenn diese Symptome nicht nur unangenehm, sondern deutlich einschränkend sind, kann es sich um die Prämenstruelle Dysphorische Störung (PMDS) handeln. PMDS ist real. Und sie ist ernst zu nehmen.
18. August 2024

Osteopathie im Leistungssport: Fit für Paris

Anlässlich der Olympischen Spiele in Paris hat der Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) ein aufschlussreiches Interview mit Christian Ziegler veröffentlicht. Ziegler, ein erfahrener Osteopath, hat mehrere Leistungssportlerinnen osteopathisch betreut, um sie optimal auf die bevorstehenden Wettkämpfe vorzubereiten. Betreute Athletinnen: Malaika Mihambo: Olympiasiegerin und Europameisterin im Weitsprung Mikaelle Assani: EM-Vierte im Weitsprung Yemisi Ogunleye: EM-Bronze-Gewinnerin im Kugelstoßen Interview-Highlights: Christian Ziegler betont die Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit innerhalb des medizinischen Teams. Er ist überzeugt, dass die osteopathische Betreuung einen wertvollen Beitrag geleistet hat, um die Athleten wettbewerbsfähig nach Paris zu bringen. Fazit: Die Rolle der Osteopathie im Leistungssport wird zunehmend anerkannt, insbesondere […]
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