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Aktuelles – Orientierung, Praxisinfos und medizinische Einordnung

20. Juli 2026

Schlafqualität verstehen: Was Herzratenvariabilität, Tiefschlaf und Schlafarchitektur über Erholung verraten

Viele Menschen schlafen ausreichend lange und fühlen sich am nächsten Morgen dennoch nicht erholt. Andere schlafen nur wenige Stunden und erleben den nächsten Tag als vergleichsweise belastbar. Diese Unterschiede zeigen, dass Schlaf weit mehr ist als die Anzahl der Stunden im Bett. In den vergangenen Jahren hat sich die Schlafforschung intensiv mit der Frage beschäftigt, wodurch erholsamer Schlaf eigentlich entsteht. Dabei rücken Begriffe wie Schlafarchitektur, Tiefschlaf oder Herzratenvariabilität (HRV) zunehmend in den Mittelpunkt. Gleichzeitig werden diese Begriffe in den sozialen Medien häufig vereinfacht oder missverständlich dargestellt. Aus medizinischer Sicht lohnt sich deshalb eine sachliche Einordnung. Schlaf ist kein passiver Zustand, […]
20. Juli 2026

Wenn Kinder übermüdet sind: Warum Schlafmangel Verhalten, Emotionen und Impulskontrolle beeinflussen kann

„Er ist heute einfach nur trotzig.“ „Sie weint wegen jeder Kleinigkeit.“ „Er hört plötzlich überhaupt nicht mehr zu.“ Viele Eltern kennen solche Situationen. Besonders am Nachmittag oder Abend scheinen manche Kinder schneller frustriert zu sein, reagieren impulsiv oder lassen sich nur schwer beruhigen. Nicht selten entsteht dabei die Frage, ob es sich um eine Erziehungsfrage, eine Entwicklungsphase oder schlicht um „schlechtes Benehmen“ handelt. Aus heutiger entwicklungsneurowissenschaftlicher Sicht lohnt sich jedoch eine differenzierte Betrachtung. Verhalten entsteht nicht isoliert. Es wird unter anderem durch Schlaf, Gehirnreifung, Stressverarbeitung und die aktuelle Belastung des Nervensystems beeinflusst. Schlaf dient dabei nicht nur der Erholung. Während […]
20. Juli 2026

Warum manche Babys nur auf dem Arm einschlafen – was wir heute über Schlaf und die Entwicklung des Nervensystems wissen

„Sobald ich unser Baby ablege, wacht es wieder auf.“ Kaum ein Satz fällt im ersten Lebensjahr häufiger. Viele Eltern erleben, dass ihr Baby beim Stillen, Tragen oder Schaukeln schnell einschläft, den Schlaf jedoch kaum aufrechterhalten kann, sobald der Körperkontakt endet. Nicht selten entstehen dadurch Unsicherheit und Zweifel. Wird das Kind an das Tragen gewöhnt? Wird es später Schwierigkeiten haben, alleine einzuschlafen? Oder steckt möglicherweise etwas anderes dahinter? Die heutige Entwicklungsneurologie betrachtet dieses Verhalten differenzierter. Schlaf ist bei Säuglingen keine erlernte Gewohnheit im klassischen Sinn. Vielmehr entwickelt sich die Fähigkeit, selbstständig zwischen Wachheit und Schlaf zu wechseln, gemeinsam mit der Reifung […]
30. Juni 2026

Wenn wir überwiegend durch den Mund atmen: Was das für Nervensystem, Schlaf und Belastbarkeit bedeuten kann

Atmung begleitet uns jede Minute unseres Lebens. Dennoch machen sich die meisten Menschen kaum Gedanken darüber, wie sie atmen. Die Aufmerksamkeit richtet sich meist erst auf die Atmung, wenn Beschwerden auftreten – beispielsweise Erschöpfung, Schlafprobleme, innere Unruhe oder das Gefühl, ständig unter Spannung zu stehen. Gleichzeitig fällt im Alltag auf, dass viele Erwachsene häufig durch den Mund atmen. Manche bemerken dies beim Sport, andere während konzentrierter Arbeit oder nachts im Schlaf. Häufig wird dies als unbedeutende Gewohnheit betrachtet. In den vergangenen Jahren hat sich jedoch das wissenschaftliche Interesse an der Atmung deutlich verstärkt. Forschungsergebnisse zeigen zunehmend, dass die Art der […]
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