
Faszien bei Säuglingen – was passiert rund um die Geburt?
3. Oktober 2026
Faszien und Rückenschmerzen – mehr als eine Muskelhülle
3. Oktober 2026Viele Kinder klagen vor allem abends oder nachts über Schmerzen in den Beinen. Häufig fällt dafür der Begriff Wachstumsschmerzen.
Der Name ist allerdings etwas irreführend: Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, wodurch diese Beschwerden entstehen. Dass Knochen schneller wachsen und dadurch Muskeln oder Faszien „unter Spannung setzen“, ist eine verbreitete Erklärung – wissenschaftlich aber nicht ausreichend belegt.
Was wissen wir?
Typische Wachstumsschmerzen treten meist beidseitig in den Beinen auf, häufig am Abend oder in der Nacht. Am nächsten Morgen sind die Kinder normalerweise wieder beschwerdefrei und zeigen keine Einschränkungen im Alltag.
Diskutiert werden verschiedene Einflussfaktoren, darunter körperliche Belastung, individuelle Schmerzverarbeitung und Eigenschaften des Bewegungsapparates.
Auch Faszien und anderes Bindegewebe besitzen sensorische Nervenendigungen und sind an der Wahrnehmung mechanischer Reize beteiligt. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass eine erhöhte „Faszienspannung“ die Ursache von Wachstumsschmerzen ist.
Wichtig: Nicht jeder Beinschmerz ist Wachstumsschmerz
Einseitige oder dauerhaft bestehende Schmerzen, Schwellung, Rötung, Fieber, nächtliche Beschwerden mit weiteren Symptomen oder ein verändertes Gangbild sollten medizinisch abgeklärt werden.
Merke: Wachstumsschmerzen sind real – aber ihre genaue Entstehung ist komplexer als die Vorstellung, dass das wachsende Skelett einfach am Bindegewebe „zieht“.
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