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Faszien bei Säuglingen – was passiert rund um die Geburt?

Eine Geburt ist für ein Baby eine intensive körperliche Anpassung. Besonders bei einer vaginalen Geburt wirken während der Wehen und beim Durchtritt durch den Geburtskanal Druck- und Kompressionskräfte auf den kindlichen Körper.

Aber was bedeutet das für die Faszien?

Faszien sind auch beim Säugling Teil des Bewegungssystems

Faszien sind Bindegewebsstrukturen, die Muskeln, Organe, Nerven und andere anatomische Strukturen umgeben und miteinander in Verbindung stehen.
Nach der Geburt verändert sich die mechanische Umgebung des Kindes grundlegend: Es bewegt sich zunehmend gegen die Schwerkraft, entwickelt Kopfkontrolle und beginnt Schritt für Schritt neue Bewegungsmuster aufzubauen.

Das Muskel- und Bindegewebssystem entwickelt sich dabei kontinuierlich mit.

Bleibt die Geburt im Gewebe „gespeichert“?
Hier ist wissenschaftliche Vorsicht wichtig.
Es gibt keinen belastbaren Nachweis, dass der normale Durchtritt durch den Geburtskanal regelhaft fasziale „Verklebungen“ oder Spannungsmuster verursacht, die Wochen später bestimmte Beschwerden auslösen.
Auffälligkeiten wie bevorzugte Kopfhaltungen, Bewegungsasymmetrien oder Schwierigkeiten beim Füttern sollten deshalb nicht automatisch mit einer während der Geburt entstandenen faszialen Spannung erklärt werden.
Sie können unterschiedliche Ursachen haben und sollten entsprechend differenziert beurteilt werden.

Die Geburt ist ein außergewöhnliches mechanisches Ereignis – aber nicht jede spätere Auffälligkeit ist ihre Folge.

Bildquelle: Adobe Express

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