Osteopathie und Zahnmedizin

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Osteopathie und Zahnmedizin

Ein neuer Fachbeitrag ist aktuell veröffentlicht worden:
Gunther Pohls mehrseitiger Artikel über „Koordination Zahnmedizin und Osteopathie – Hand in Hand. Osteopathische Vor- und Nachsorge bei einer Implantatsetzung“.

hpO-Mitglied Gunther Pohl, osteopathisch arbeitender Heilpraktiker mit eigener Praxis in Kolbermoor nahe Rosenheim, beschreibt darin die Optionen der Osteopathie bei einer Implantatsetzung, um diese einerseits bestmöglich vorzubereiten sowie zur Nachsorge nach dem kieferorthopädischen Eingriff:

„Mit dem Eingriff ändern sich die Symptome und es sind andere Maßnahmen erforderlich, um Komplikationen vorzubeugen. Zwangsweise entsteht eine Wunde, das Gewebe ist meist etwas geschwollen und eventuell sind Schmerzen vorhanden. Hämatome können sich ausprägen und die Gefahr von Entzündungen und Infektionen steigt.
 
Die Gabe von Schmerzmitteln belastet die Leber und der gegebenenfalls nötige Einsatz von Antibiotika greift den Magen-Darmtrakt an. Teilweise ist eine nicht vermeidbare Belastung der Wirbelsäule oder Hals- und Kiefermuskulatur des Patienten durch Lagerung oder Gegen-Halte-Druck während des Eingriffs entstanden. Auch kann eine längere aktive Mundöffnung diese Probleme ausgelöst haben.
 
Natürlich liegt der Hauptfokus der osteopathischen Behandlung jetzt auf der begleitenden Akutversorgung, wobei jedoch der Gedanke der ursächlichen Störung nicht aus dem Auge verloren wird. Ein verbesserter Abtransport von Gewebswasser hilft, Schmerzen zu mindern und damit die Einnahme von belastenden Schmerzmitteln zu reduzieren. Weiter sinkt auch die Gefahr des Auftretens von Komplikationen, wie Entzündungen und Infektionen. Die Wundheilung wird so gefördert und schafft eine gute Voraussetzung für eine unauffällige und möglichst störungsfreie Narbenbildung.
 
Ein häufig etwas versteckter, aber nicht minder wichtiger Aspekt ist das vegetative Nervensystem. Die Wunde selbst und auch die mit Eingriffen verbundene psychische Anspannung des Patienten aktivieren das sympathische Nervensystem und somit die Stressachsen. Physiologisch sicher eine gute Reaktion, die dem Immunsystem hilft, aktiv zu werden. Eine zu heftige Immunreaktion kann jedoch negative Auswirkungen auf die Spannungssituation der Muskulatur, die Gefäßwiderstände und folglich auf den Heilungsverlauf bis hin zu weiteren Störungen, zum Beispiel im Magen-Darmtrakt, haben.“

Der Artikel von Gunther Pohl ist im aktuellen September-Heft 9 des Naturheilkunde Journals, Fachmagazin für Naturheilkunde, erschienen.

 

Quelle: https://hpo-osteopathie.de/aktuelles_presse~news~~~1568557320

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